Autor :  Thomas Dunn

 

 

 

 

 

DER TOD

 

was ist er ?

 

               was ändert er ?

 

 

 

 

Die folgenden Notizen enthalten Erkenntnisse, Einfälle, Mutmassungen. Der Leser kann vielleicht etwas Brauchbares finden.

 

 

Ebenfalls als Anregung empfehle ich Lotte Ingrischs „Reiseführer ins Jenseits“, den ich auf meiner homepage publiziere.  Frau Ingrisch betrachtet das gesamte Universum als einen lebendigen Organismus. Das ist ein schöner Gedanke.

Ich bin aber nicht mit allen ihren Auffassungen einverstanden.

 

 

 

Leben

 

Was ist es, das wir Leben nennen und die Millionen von

Zellen des Körpers gleichzeitig zu jenem Verhalten bringt,

welches einen „lebenden Körper" ausmacht ? Mit dem Eintreten des Todes ist schlagartig jede Zelle des Körpers tot.

 

Zellen spezialisieren sich und bilden Körperteile dadurch,

dass ein Teil ihrer Erbprogramme inaktiv werden. Wer oder was befiehlt, was inaktiv wird und was aktiv wird?

 

                                                          *

Sterben

 

Wenn der Gedanke hereinbricht, dass das eigene Sterben mal Gewissheit sein wird.... wird man nachdenklich. Der Vater ist gegangen, die Mutter ist gegangen.

Ich selbst merke, dass ich älter werde. Da ist Zeit verstrichen. Bei der regelmässigen Zahnkontrolle ist jedes Mal ein Jahr um, und immer kommt es mir vor, als wäre nichts dazwischen gewesen.....

Der Tod bedroht mich nicht direkt. Aber viele Jahre sind verstrichen, ab und zu erinnere ich mich an ein Ereignis von früher; ich war damals da und da , so und so alt und fühlte mich so oder so dabei. Szenen aus dem eigenen Leben.

Die letzten 10 Jahre sind zu allem noch vergangen, ohne dass sie mir überhaupt viel Eindruck gemacht haben.

So ist es, wenn man älter wird.

Und so geht es wohl noch weiter, aber nicht mehr so lang. Und dann werde ich sterben. Das ist so. Ob das dann als ein Ereignis wahrnehmen werde?

Fühlt man sich sterben?

 

                                                          *

 

Wo gehen wir hin?

Ganz plötzlich ist mir diese Frage eingefallen, als ich gegen das Auto zu ging.

Die Absurdität eines Gehens von Hier nach Da.

 

Der Gedanke, dass es mit dem Tod ganz und gar aus und zu Ende ist, erscheint mir als widernatürlich. Diese Auffassung kann man sich schon zu eigen machen, aber das zu glauben braucht eine Anstrengung.

Von Natur aus -- d.h. von selbst -- vermutet man, dass es weiter geht.

 

Die Möglichkeit, dass der Tod der Beginn eines neuen Lebens, also des Lebens nach dem Tod, ist, ist gegeben. 

 

Man kann es nicht einfach ausschliessen, nicht einfach durch einen intellektuellen Willensakt festlegen. Intellektuell fundierte Glaubensakte verlieren ihre Kraft und ihren Einfluss, wenn das Sterben näher kommt.

Sie verschwinden. Wer sich entschlossen hat, Materialist zu sein, wird davon abkommen.

 

Es werden Dinge (Dinge?) wichtig sein, die auf einer anderen Ebene existieren und nun mehr und mehr  zur Wirklichkeit werden.

 

Es wird keine intellektuelle Abwehr mehr geben.

 

                                                          *

 

Der Gedanke, dass man auch nach dem Tod handeln kann, gilt als phantastisch. —

Aber es könnte so sein, dass man handeln MUSS!

 

Wer sagt, dass wir nach dem Tod nichts wählen können?

 

Darauf sind wir nicht vorbereitet.

 

Wenn zum Beispiel die Liebe uns leiten würde, dann wäre es eine Führung durch ein „Ja“. Aber zu diesem „Ja“ müssen wir wohl selbst auch ja sagen. Und entsprechend könnte es auch immer um ein „Nein“ zu Anderem gehen.

 

 

                                                          *

 

...das Sterben ist für alle Menschen ein intimer Augenblick. Sterben findet vermutlich ganz innen statt, tiefer als Träumen und tiefer als Schlaf.

 

kaum anzunehmen, dass man dann von dieser Welt noch etwas festhalten kann ... es wird sich in ein Fliessen verwandeln, möglicherweise. Es fliessen die Dinge weg, die Erinnerungen ebenso, aber es sind jetzt vielleicht die Ursachen der  Dinge, deren Keime und Wurzeln, gegenwärtig.

 

Hat man Augen im Jenseits?

Es wird gesagt, dass nach dem Tod alle Sinne um ein Mehrfaches schärfer werden. Auf die Dauer kann es nicht sinnvoll sein, die Welt, die man verlassen hat, viel schärfer wahrzunehmen als zuvor.

 

Also werden die neuen Sinne „Dort“ vielleicht neue, seltsame, fremde Dinge sehen.  Wobei vielleicht Dinge keine Dinge sind und Gestalten  keine bleibende Gestalt haben. Einige meinen: Nichts wird vergleichbar sein. Andere sagen: Man fühlt sich fremd und verloren. Andere berichten:  Es gibt Helfer. Andere: Es ist wunderbar.

 

 

 

TOD,  NACHTOD

 

Im Tibetanischen Totenbuch wird der Lebenslauf der verstorbenen Seele geschildert. Es wird da ausgeführt, dass die Seelen zuerst mit sehr intensiven und hellen Kräften konfrontiert werden und dass diese das wirkliche Wesen der Seele ausmachen. Doch die Seelen können diese hellen Kräfte oder Lichter oft nicht annehmen oder nicht ertragen.

 

Das ist eigentlich sehr ähnlich wie jetzt, da wir Geistiges instinktiv ablehnen und fürchten. Das Geistige ist übermächtig; wir bekommen Angst. Vielleicht wäre es gut, wenn wir schon zu Lebzeiten uns darin üben würden, dass wir mit Licht und/oder geistiger Macht eins sind. Könnten wir jetzt das Wesentliche finden, dann würde es uns erhalten bleiben.

 

Eine Seele aber, die das Wesentliche nicht findet, nicht festhalten kann, kommt vielleicht unter der Einfluss von bewegenden Kräften -- von Unruhe stiftenden Kräften -- und wären es nur die eigenen Erinnerungen oder gar Schuldgefühle, die sich dann verbildlichen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die verstorbene Seele dann leiden wird, voll von Angst ist und nicht fertig bringt, das Ungute abzuwehren, was vor allem dann nicht gelingen wird, wenn das Ungute ein Makel ist, an dem man schuld ist.

 

Es ist nicht auszuschliessen, dass dann das Leiden schlimmer sein wird als auf der Erde. Denn ich glaube, dass sich eine Seele ohne Körper weniger gut schützen kann. Der Körper ist ein Schutz. Jetzt ist unser Schutz vor Alpträumen das Erwachen im Körper. Das Erwachen bricht einen seelischen Prozess ab.  Wenn man nach dem Tod in einem Alptraum drin ist, könnte ein Erwachen daraus heraus für längere Zeit nicht mehr gelingen.

 

Der Körper schützt jetzt vor dem „Eigenleben“ der Seele. Offenbar begünstigt das Wachsein im Körper auch Verdrängungen und Lügen. Es könnte sein, dass wir im Jenseits nichts verdrängen können. Wenn wir dort der eigenen Wahrheit ausgesetzt sind, sind wir vielleicht gefangen in einem Auf- und Abwogen.

 

Alpträume oder schöne Träume?  das ist die Frage.

 

Gewisse Leute lernen zu Lebzeiten, ihre Träume positiv -- wie sonst? -- zu lenken.  Sie behaupten, dass man lernen kann, im Traum zu handeln oder zumindest den Traum anders zu lenken.  Es kann sein, dass so eine Technik gut sein kann für das Leben nach dem Tod.

 

Wichtiger dürfte aber sein, in einen neuen Bereich eintreten zu können. Es kann nicht nur darum gehen, schlechte Träume in gute Träume zu verwandeln. Man muss weiter kommen.  Da kann nur Aufrichtigkeit und das Herz führen. In unsicheren Gefilden führt nichts ausser das Herz.

 

                                               *

 

 

Dass man -- wenn man ohne Gewalt stirbt -- zuletzt müde, alt und schwach, gleichsam „ohne etwas“ daliegt.... und also in Schwäche stirbt, ist anzunehmen.

 

Die Momente, Tage, Wochen vor dem Tod, wie kann man sie bezeichnen? Geht der Zustand langsam über in Dämmerschlaf, in Halbschlaf, in Ohnmacht?

 

Ich nehme an, dass der Tod -- nachdem er wirklich eingetreten ist --diese Art von Schwäche und Bewusstseinstrübung beseitigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen, die etwas Lichtes kennengelernt haben, dieses nach ihrem Tod nicht wieder bei sich haben.

 

Das Menschsein hat mit Kraft zu tun. Und ausserdem ist der Mensch im innersten Wesen immer Licht (oder Geist oder wie man es nennen will). Das darf man nicht vergessen. Das relativiert nicht den Tod als Ende des Körpers; es lässt den Tod aber auch als die Möglichkeit erscheinen, dass sich eine KRAFT aus einem schwach gewordenen Körper löst.

 

Das Leben im eigenen Körper ist die Lebensperiode dieser KRAFT gewesen, welche seit der Geburt bestanden hat.

 

Dass das innerste Wesen in uns eine KRAFT ist, lässt sich jedenfalls nicht abstreiten. Und zwar ist es eine „jenseitige“ Kraft. (Menschen, die diese Energie in sich nie gefunden haben, leiden unter einer Wahrnehmungsstörung. Sie achten vielleicht auf das Falsche oder halten sich für „nichts“, für aus dem Nichts gekommen, und daher auch in ein Nichts weiter gehend.)

 

                                                          *

 

An diesem Punkt kann ich einige der Spekulationen und vielleicht auch Klischees weitergeben, die im Umlauf sind.

 

Beim Tod zieht die „Seele“ sich und ihre Energie aus dem Körper zurück. Ist die Bindung zum Körper zerrissen, hebt die Seele ab, atmet auf, erinnert sich an alte Fähigkeiten.

Bald nach dem Tod ist es so, dass die Seele ihr Interesse an einer Wirkung an diesem Ort und zu dieser Zeit verliert.

Oder:  dass sie diesen Ort und diese Zeit verlassen muss, weil sie nur ein bestimmtes Quantum an Ausdruckskraft für diese Zeitspanne erhalten hat. Weil die Zeit vergeht, ändern sich die wirkenden Kräfte.

 

Wenn ich also die „Seele“ bin, dann habe ich mich gewissermassen in meine Lebenszeit hinein „gebeamt“. Ich habe mich in diesen Körper hinein projiziert. Es kann sein, dass damit auch eine Wahl des Schicksals verbunden war.  (Wahl macht Schicksal/ nach Szondi).  Einleuchtender ist das Gegenteil: Ein Mensch -- bevor er geboren wird -- wählt  nicht blind die Situation, die er später antrifft. Er wählt ein Schicksal, nicht umgekehrt. Aber durch die Geburt im Körper verliert der Mensch die Erinnerung an das, was vorher gewesen ist. Er verliert den Überblick.(Das Geburtstrauma ist demgemäss umfassend: Es macht blind. Es macht, dass ein Bewohner des Himmels vergisst, wo er herkommt.)

 

Eine Seele wählt ihr Leben, bevor sie geboren ist. Freiwillig? Das weiss ich nicht. Vielleicht muss sie so wählen. Und warum wird eine Seele zu einem Menschen? Gemäss dieser Theorie müsste man vermuten, dass es in der „Seele“ eine Sucht oder einen Trieb gibt, um ein BESTIMMTES Leben in einem Körper durch zu machen.

 

Und warum hat die Seele Triebe?

Ich nehme an, dass das ganze Weltall voll von Trieben ist. Genügt das als Erklärung? Eine Seele hat nicht einen Trieb, sie IST ein Trieb.

 

Wenn man Menschen betrachtet, wird man nie etwas Anderes als das feststellen.

 

Trieb oder was sonst?

Ich vermute, dass „Seele“ die Kraft ist, etwas zu bewirken.

 

Alle Menschen , die auf die Welt kommen, haben die Kraft, etwas zu bewirken.  Und wahrscheinlich kommen sie deswegen auf die Erde.

 

Das geht dann so weiter bis zum Ende des Lebens auf der Erde. Die Seele, die eine bestimmte Wirkungskraft hatte, verliert dann diese Kraft möglicherweise nicht sofort. Aber nach dem Ende des Lebens auf der Erde ist die Zeit und die Möglichkeit für ein Wirken in der gleichen (individuell einmaligen) Art vorüber.

 

Das, was Seele gewesen ist, verwandelt sich, zieht sich früher oder später in etwas Anderes und Grösseres zurück, tritt in Kontakt mit Grösserem und Weiterem. Das ,was sie gewesen ist und hat bewirken müssen, muss nicht ausgelöscht sein, doch es ist nicht mehr aktuell. Es wird sich etwas Neues hervorbilden.

 

Beispielsweise könnte sich in Zusammenwirken mit der „alten“ Seele eine „neue“ vielleicht ähnliche Seele hervorbilden mit einer eigenen Kraft, die sich (vielleicht) erneut realisieren möchte auf der Erde im Körper eines Menschen.

 

Genau wissen wir es natürlich nicht.

Wir sind hier beim Thema „Wiedergeburt“.

Mir scheint es logisch zu sein, dass bei einer Wiedergeburt immer etwas Neues entstehen muss. Dass dasselbe noch einmal entsteht, ist nicht einleuchtend. Aber dass etwas vom Gewesenen weiterlebt und in einer veränderten Weise vielleicht auch in einem Neugeborenen wieder erscheint, könnte ja sein.

 

Gewisse Forscher nehmen an, dass es neben unserem Universum noch weitere „parallele“ Universen gibt. Der Gedanke ist auf jeden Fall erheiternd. Aber was soll’s? Was hier gilt, gilt wahrscheinlich auch dort.

 

                                                          *

 

Viel wichtiger als das Wirken der Seele, deren Rückzug nach dem Leben und deren Entwicklung nach dem Tod ist DAS, WAS die Seele belebt, oder DAS, WAS eine Seele wie einen Mantel um sich trägt.

 

Es ist ein KERN, es kann Bewusstsein genannt werden. Die Seelen, die die Menschen haben, sind verschieden, der KERN aber scheint in allen auf. Und zwar immer gleich. Ich habe nie verschiedene gesehen. Das, was gemeint ist, ruht in sich, leuchtet aus sich selbst.

 

Daraus heraus entsteht das Ich, das Selbst, die Identität, die Person oder wie man das alles nennen mag.

 

                                               *

 

Daraus heraus entsteht aber auch das begrenzte Ichfühlen. Es gibt Leute, die das Fühlen, das sie von sich selbst haben, auch nach dem Tod haben möchten, unverändert. Sie wünschen sich ein Fortleben nach dem Tod mit dem gleichen Gefühl von „Ich“, mit Kontinuität. Im Christentum wird sogar noch vom gleichen Körper gesprochen.

 

Allerdings ist das Bewusstsein, das man hat, schon jetzt kein „eigenes“. Man kann es nicht besitzen. Bewusstsein sieht sich selbst nicht. Bewusstein weiss nichts von sich selbst. Es gibt im Bewusstsein keine Teilung. Es gibt streng genommen auch nie Objekte für das Bewusstsein.

 

Wie sollte ein Mensch, der „bewusst“ ist, sein Bewusstsein festhalten?

Es ist widersinnig. Man IST Bewusstsein. Daher kann man es nicht einfangen. Man kann Licht auch nicht einfangen und in eine Konservendose sperren. Insofern scheint mir der Wunsch nach einem Kontinuum des Ichgefühls teils in Erfüllung zu gehen, teils weit übertroffen zu werden.

 

Übrigens sollte man das Wort „Bewusstsein“ überwinden. Das Wort leitet in die Irre. Mit der Erhaltung des eigenen Bewusstseins klammern wir uns an eine Repetition, als ob wir immer das Gleiche sein müssten nach dem Tod, und als ob wir in ein Nichts stürzen müssten, wenn uns nicht die immer-gleiche Wiederholung gelingt.

 

Das Selbst-Sein -- in kosmischem Sinn – ist ein„Etwas-Sein“. Ich denke, dass nach dem Tod dasselbe Selbst-Sein sein wird, wie es jetzt ist. Der KERN ist da, und das ist etwas Waches und Lichtes. Wenn es nach dem Tod damit weiter geht und sich das individuelle Selbstgefühl auch ein wenig  -- oder sehr – ändert, ist es doch gut, nicht wahr?

 

Ich jedenfalls hoffe, dass die Fixierung auf mein (begrenztes) eigenes Bewusstsein nach meinem Tod schwächer wird und eine Veränderung stattfindet.

 

 

                                               *

 

 

Angeregt durch das Buch von Lotte Ingrisch: Ratte & Bärenfräulein (Die Jenseitsreise des Gottfried v. Einem), fragte ich mich einmal

 

"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"

 

Wie möchte ich wirken? Was würde ich gern entstehen lassen, wenn ich tot bin?

 

Man stellt sich diese Fragen kaum jemals. Es gehört nicht zu unserer Kultur. Wer macht sich über die Umgebung nach dem Tod seine Gedanken? In unserer Kultur ist man darauf aus, derselbe zu bleiben, wenn möglich, nach dem Tod. Das Christentum gaukelt den Leuten ein Fortleben als DERSELBE vor.

 

Wenn man Berichte von Spiritisten liest, erschreckt einen zuweilen die furchtbare Banalität und Belanglosigkeit, innerhalb welcher sich offenbar die Verstorbenen befinden. Was sie im Jenseits tun und lassen und wie sie denken, ist zuweilen noch dümmer und leerer als jemals zuvor.

 

Es erscheint einem dann so, als ob ein Fortleben nach dem Tod nichts mit Sinn und geistiger Substanz zu tun hätte. Weder Licht noch Kraft ist da, keine bessere „Qualität“.

 

Andere Quellen, nämlich nicht spiritistische, sondern spirituelle, richten die Hoffnung darauf, dass der Tod des irdischen Körpers auch ein Schritt hin zu Erleuchtung, ein Schritt hin zu Erlösung, ein Schritt hin zu Verwesentlichung sein wird.

 

"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"

Antwort:

Ich kann es nicht sagen. Die grössten Güter, die wir im Leben kennen gelernt haben, haben mit Glück und Licht zu tun. Wichtig ist, wie man das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheidet und sich mit dem Wesentlichen verbindet und das Unwesentliche sein lässt.

 

"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"

 

Ich hoffe, dass mit dem Schwinden des engeren Bewusstseins ein grösseres weiteres Bewusstsein entsteht. Alles soll Sinn haben.  Alles soll mit Liebe zu tun haben.

(Liebe ist die kosmische Grundsubstanz.) Alles soll in einem Meer von Sinn und von Liebe stattfinden.

 

Gibt es Progression? Gibt es im Jenseits Ziele, Aufgaben? Gibt es Notwendigkeiten?

 

Etwas bricht herein, es kommt und hilft.

 

Ideal wäre es, wenn der Tod von der Selbstbezogenheit erlösen würde. Aber was heisst das? Ideal wäre, wenn der Tod endgültig erlösen würde von der Gefangenschaft, welche eine beengende Selbstbezogenheit ausmacht.

 

Doch genau so muss es nicht sein. Es kann auch sein, dass es eine Selbstbezogenheit gibt, die nicht eng ist.  Die als eng empfundene Selbstbezogenheit des jetzigen Lebens kann eingehen in eine neue Selbstbezogenheit, in der die ehemalige Selbstbezogenheit sich auflöst.

Oder sich zu einem sinnvollen Ganzen einformt.

 

Ein vollkommenes Auswischen aller persönlichen Eigenschaften entspricht nicht der Natur des SELBST (Gott). Alles, was gewesen ist, bleibt erhalten. Umso mehr ist zu hoffen, dass die „alte“ Form sich in eine neue , umfassendere umformt.

 

Und so wird es sein.  So, wie es jetzt „eigentlich“ schon ist. Nach dem Tod wird man derselbe sein und gleichzeitig entdecken, dass man mehr ist als der bisherige Mensch: weiter, umfassender.

 

"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"

 

Ich möchte das finden, was ich in meinen Meditationen gefunden habe. Ich möchte in ungestörterer Weise das sein, was ich als innersten Kern erkannt habe.

 

                                               *

 

Der Tod ist nicht die Niederlage eines Menschen.

Man muss den Tod nicht als etwas Schäbiges auffassen.

Was wir Leben nennen, ist die Verbindung von LEBEN zur Erde.

Wenn der Körper stirbt,  ist die Verbindung zur Erde zuende.

Das Leben kommt von irgendwo her, dauert in einem Körper einige Jahre. Das Leben wird durch den Körper geäussert wie durch einen Transformator.

 

Wenn der Tod erfolgt ist, ist der Transformator plötzlich nicht mehr vorhanden.  Für die Überlebenden war der Mensch grad noch da,

da war grad vorher noch die Stimme, das Gehör, eine Präsenz,

kurz nachher nicht mehr.

 

                                               *

Wenn man auf das „Irdische“ schaut, ist klar, dass sich alles früher oder später restlos und erinnerungslos aufgelöst haben wird.

 

Die Erde wird sich so verändern, dass nicht einmal mehr Dinosaurierknochen gefunden werden können. Und es wird wohl auch die Erde einmal nicht mehr geben. Aber das kann uns alles vollkommen gleichgültig sein. 

 

Aber :  Wo sind dann wir, wir Klugen?

Wo ist das Kluge? die Klugheit? wohin ist sie?

 

                                                          *

 

Es gibt Verstorbene, die überpersönlich werden und für uns ein geistiges Prinzip (wie Liebe) vermitteln.

 

So gibt es ehemalige Menschen, die wir nur durch Liebe finden. Wir können sie treffen, nicht indem wir sie als Personen lieben, sondern indem wir in denselben Bereich von Liebe eintreten.

 

Liebe ist ein feinstofflicher Raum.

 

Wenn wir in die Liebe gehen nach dem Tod, bedeutet es, dass wir -- statt uns einzukapseln -- offen sind. Wir sind offen und lassen alle zu uns kommen.  Wir haben offene Arme für alle, die zu uns passen, und lassen sie ein.

 

Sind wir nach dem Tod Liebende, haben wir einen guten Ort gefunden.

                                                          *

Man spürt den Tod nicht.

Man spürt körperliches Unwohlsein.

Ich nehme an, dass das körperliche Unwohlsein (z.B. infolge Krankheit) nicht bis zum Tod anhält, auch wenn die Krankheit zum Tod führt.

Ich vermute, dass der Schwäche wegen das körperliche Unwohlbefinden am Ende nicht mehr wahrgenommen wird. Oder vielleicht gibt es gar kein Unwohlbefinden.

 

Ich vermute, dass ein nicht-gewaltsamer Tod dem Einschlafen gleicht.

 

(Aber da müsste man einen Arzt fragen)

 

                                                          *

 

in 100000 Jahren wird ein anderer Mensch Mensch sein.

In 2 Mio. Jahren wird gar ein ganz anderes Wesen anstelle des Menschen sein.  Für die werden wir sein wie die Dinosaurier jetzt für uns.

 

                                                          *

 

Sehnsucht und Verlangen

                       das ist Leben.

Und das ist es, was uns hierher gebracht hat.

Das wird auch über den Tod hinaus wirken!

Erfüllung dagegen ist Innigkeit, eine Innigkeit in Wunschlosigkeit.

Da ruht etwas in sich selbst.

 

                                                          *

 

Bei Eintreten des Todes, bei Unfällen, bei Operationen (Narkose) und auch bei Folter kann sich das Bewusstsein vom Körper lösen.  Es entsteht u.U. ein Sehen ohne die Augen, usw.

 

Das Sehen käme also durch den Feinkörper zustande. Und das Bewusstsein wäre vom Feinkörper getragen.

 

Bewusstsein ist eventuell immer im Feinkörper.

Oder ist es gar = der Feinkörper:  identisch damit?

 

                                                          *

 

Mystische Erlebnisse kommen oft zustande, wenn unsere unbewusste Gegenwehr erlahmt ist. Uebermüdung, Hunger, Rhythmus. Die 'Gegenwehr' erlahmt aber täglich auch, wenn wir einschlafen. Auch bei Krankheit. Sodann geht die Gegenwehr weg, wenn wir aufgeben, uns geschlagen geben, uns selbst aufgeben, etwa infolge Enttäuschung, Enthoffnung.  Das sind die Momente, in denen sich Türen öffnen.

 

                                                          *

 

Wo lebt der Mensch...... im Blut .... in den Nerven .... in den Gedanken?

 

 

Schichtenaufbau der Welt / Verschiedene Sphären

 

Die meisten Menschen reduzieren die Wirklichkeit auf eine einzige Ebene, nämlich die menschengerechte Realität, welche teils mit den Sinnen wahrgenommen wird, teils aber aus den Deutungen der anderen Leute (auch der Wissenschaft) besteht. Real ist das, was man allgemein so denkt und in Form von Sprache „zurechtgemacht“ hat.  Und ausserdem glauben die Menschen dann an eine sozusagen automatische lineare Entwicklung dieser „zurechtgemachten“ Welt aus sich selbst heraus.

 

Ich vermute, dass die Welt viel komplizierter ist. Es gibt nicht nur die Realität, die wir in unserem Bewusstsein und unserer Sprache zurechtgemacht haben. Es gibt verschiedene Sphären, verschiedene geistige Schichten, wobei nur die geistige geistig ist, die anderen Schichten dagegen vermischt.

 

Früher unterschied man Himmel – Erde –Unterwelt. In unseren Zeiten könnte man es anders sagen und von einer geistigen Welt sprechen, welche auf die materielle Welt einwirkt, wobei es möglicherweise auch noch eine Sphäre gibt, die noch weniger von Geist geprägt ist als unsere menschliche.

 

Wir sind jetzt als Menschen in einem „Aggregatszustand,“ in dem wir die physische Welt so sehen, wie wir sie sehen. Und daher haben wir die Welt so vor uns, wie wir sie gewohnt sind.

Das will nicht heissen, dass die physische Welt in absolutem und objektivem Sinn so ist, wie wir sie erkennen.  Wir können ein grossen Teil von dem, was uns umgibt, nicht wahrnehmen, schon physikalisch nicht.  Ausserdem kann gut sein, dass Dinge existieren, die mit der Physik unserer Welt nur wenig oder gar nichts zu tun haben und doch wahr sind.

 

So gehen beispielsweise Strahlen durch unseren Körper hindurch, und wir merken davon nichts. Und es soll so etwas wie „Antimaterie“ geben.  von der merken wir auch nichts.

 

Was in materieller, also physikalischer Hinsicht absolut wahr und eindeutig ist, wissen wir bereits nicht. Aber die Welt, die wir erfassen können und in der wir leben, deuten wir als die "einzige Realität". Diese Welt ist unsere Dimension. Diese Dimension ist eine vermischte Sicht aus Stoff und Geist. In der menschlichen Realität sind mindestens 2 Schichten vermischt, die geistige und die stoffliche.

 

Es gibt nirgends NUR Stoff, da auch in der stofflichen Welt Geist anwesend ist. „Über“ der materiellen Welt ist das, was man GEIST nennt. Aber auch mitten drin. Es ist eine Frage des Erkennens, ob ein Mensch die geistige Sphäre bemerkt und der geistigen Schicht eine eigene Dimension zugesteht. Das wäre es, was uns dann nach dem Tod näher steht.

 

Was immer das sein mag: eine Kraft? ein Wille? ein Sinn? ....:  Es ist etwas da.  Dass Geist in der Materie als Teil der Materie wirkt, erkennen wir noch schnell einmal. Aber viel weniger wissen wir über das Sein des Geistes in sich selbst, also über die geistige Sphäre als solche.

 

Wir müssen annehmen, dass es GEIST bereits vor der Entstehung der Materie gegeben hat. Ausserdem "macht" GEIST als wirkende Kraft  das, was unsere Realität (unsere Welt) ist.

 

GEIST kann auch in subtileren Welten wirksam sein, bzw. auch subtilere Sphären erschaffen.

Das ist das, was uns wegen der Todesproblematik interessiert. Geist erschafft geistige Sphären. Geist erschafft den Himmel. Wenn es im Schichtenaufbau der Welt Geist über der sichtbaren Welt gibt, so gibt es auch feinere, subtilere, immaterielle Welten jenseits unserer atomaren Welt.

 

In den Religionen sowie den spiritistischen Kreisen wird es nicht bezweifelt, dass es das gibt. Gemäss diesen Aussagen gibt es „immaterielle“ Welten mit Wesen,  die einen subtilen Körper haben. Der subtile Körper hat andere Eigenschaften und kann andere sinnliche Wahrnehmungen machen. Es wird behauptet, dass solche subtile Körper sehr viel grössere Fähigkeiten zu einer Wahrnehmung haben als wir: mehr sehen, mehr wissen als wir.

 

Es wird allgemein (von denjenigen, die es überhaupt in Erwägung ziehen) angenommen, dass es bei dieser subtileren Welt, um eine REALITÄT handelt, die auch jetzt existiert, also bereits jetzt zur Zeit unseres Lebens in der hiesigen Realität als Mensch. Aber die Bewohner jener anderen Welt SIND Geister, sie sind nicht die Kraft namens GEIST, sondern individuell geformte Wesen ohne menschlichen Körper.

 

Ob es nach dem Tod unseres Körpers zu einem Übertritt in jene Welt kommt?

 

Es interessiert uns, ob uns erlaubt ist, nach dem Tod, in einem subtilen Körper weiter zu leben.

Der Tod des physischen Körpers bewirkt auf jeden Fall, dass wir nicht mehr eine Beziehung zu dem Ort und der Zeit haben, welche in unserem Leben jetzt aktuell ist.

 

Kommt der Tod, werden wir auf jeden Fall verwandelt.

Zu was werden wir verwandelt? Wohin gehen wir? Bleibt uns ein subtiler Körper erhalten?

 

Diese Wahrscheinlichkeit ist gegeben.

 

In der jetzigen Lebenszeit auf der Erde haben wir bereits Teil an dem. Schon jetzt ist ein wenig von der feineren Substanz in uns. Diese feineren Kräfte wirken stets auf unseren "gröberen" Körper ein (auf die Seele sowieso).

 

Wir können von einer Einheit der feineren und gröberen Kräfte in unserem Leben und unserer Persönlichkeit ausgehen. Feiner und höher ist die moralische Instanz in uns, oder das Licht in uns, die geistige Person in uns, während am anderen Ende die Triebe , die Taten, die Verdauung (der Welt) stehen.

In der Antike schon sprach man von einem Zwilling im Himmel, von einem Doppelgänger oder einer zweiten Seele.  SYZYGOS. Anerkennt man dieses Doppel, so ist Dieser Tel unserer Persönlichkeit nicht mit dem Tod des Körpers zusammenhängend. So könnte es sein, dass wir nach dem bürgerlichen Tod in die moralische und geistige Seite unserer Persönlichkeit hinüberwechseln, welche unser "Zwilling" ist (unsere geistige Seite).

 

Nach dem Tod (des Körpers) wären wir demnach identisch mit der EIGENEN geistigen und moralischen Natur. Und geistige und moralische Einflüsse wären unsere neue Lebenssphäre. (Ob das "der" Himmel ist? eher wohl noch nicht ganz…)

 

Ich denke, wir können vermuten:

Nach dem Tod befinden wir uns an einem anderen Standpunkt. Frühere Bindungen verblassen. Andere Einflüsse werden nach und nach wichtiger. Wir nehmen jetzt Einflüsse wahr, die wir vorher nicht gekannt haben. Es gibt möglicherweise auch jetzt Notwendigkeiten, Aufgaben.

 

Ich glaube nicht, dass in der neuen „Welt“ rigide Gesetze gelten. Wenn moralische Gesetze bestimmend sind, dann sind sie subtiler als physikalische Gesetze.  Die moralischen Gesetze sind Sinngesetze, Lichtgesetze. Und der Umgang mit diesen Gesetzen wird eher mit Lernen und Verstehen zu tun haben, nicht mit Strafen. Es wird darum gehen zu lernen und sich Schlüssel zu erwerben. Wer versteht, wird dazu gehören, wer nicht versteht, nicht.

 

 

Schichten, Sphären und Weltentstehung

 

 

Wir wissen nicht, wie die Welt entstanden ist und auch nicht, warum. Der freie Schöpfergeist verwirklicht sich Schicht um Schicht gewissermassen in immer starrere und dunklere Realitäten hinein. So sieht es aus. Aber warum? Alles aus moralischen Gründen?

 

Das irdische Leben wird zuweilen als „zwischen Himmel und Hölle“ gesehen.  Denn es gibt verschiedene Qualitäten im Leben der Menschen. Dass es Gutes und Lichtes gibt, ist klar. Es gibt auch Dunkles und Böses. Und das ist alles in Bewegung.  Das gehört zu den Tatsachen unserer Umwelt.

Das hat mit der Frage nach einem Leben nach dem Tod nichts zu tun.

 

Das Schwanken der Kräfte bei uns, welches auch ein Schwanken unseres Horizonts, bzw. unserer seelischen Weite, unseres Glaubens ist und auch zu wechselnden Zuständen von Zuversicht und Entmutigung, Erkenntnis und Stumpfheit führen. Das gehört zu den selbstverständlichen Gegebenheiten in einem Menschenleben.  Ein Beweis für die Existenz einer höheren Sphäre – zu der wir gehören – ist dabei nur in der Tatsache zu finden, dass wir sehen können, verstehen können, und ein tief verborgenes Wissen haben.

 

 

 

Die Wirkung der geistigen Sphäre in der Menschenwelt

 

 

Die höhere Natur , zu der wir gehören, und die nach unserem Tod eine Rolle spielt, ist in mancher Hinsicht unsagbar, unerfassbar und lebt in unserem Unbewussten. Und doch gibt es deutliche Hinweise.

 

Das Wirken von unten nach oben:

 

A. Menschen haben auf der ganzen Welt immer nach Höherem Ausschau gehalten. Menschen spürten immer und überall, dass da noch etwas Höheres ist.

Pascal :

"Du würdest mich nicht suchen, wenn du mich nicht schon

gefunden hättest."(bei Heiler S.37)

 

Was aus dem Drang, etwas Höheres zu finden, entstanden ist, nämlich verschiedene Arten von Religionen, das muss uns im Moment nicht bekümmern.

 

B.

--  der Glaube an Gott und an göttliche Mächte ist bei jedem Menschen vorhanden

-- der Glaube an eine Erlösung beinhaltet das unbewusste Wissen davon dass es einen erlösten Zustand gibt.

 

C.

-- die Anrufung und das Erscheinen von Geistern

 

                                                          *

 

 

Mehr von oben nach unten wirkt der "Geist" bei:

 

 

D.

-- Inspiration und Intuition

-- Inhalten von gewissen Träumen

-- grossartigen Erkenntnisse in Wissenschaft und Werke der Kunst

-- Erfolgen der Geistheilung

-- Erfolgen bei schamanistischen Praktiken

-- Schutzengelgeschichten (Rettung , Belehrung). Der Schutzengel könnte die Verkörperung des "Zwillings" sein.

- -Erscheinen und Wirken von Verstorbenen

 

 

 

Zum Schluss zum Thema Tod und "Leben nachher" noch einzelne Einfälle und Leitgedanken

 

 

Ein Ich zu haben, ist wie ein Funke vom Höchsten.  Ein enges Ich zu haben, ist der Fehler, den man hat und an dem man kleben bleibt.

 

Wenn der Tod die eigene Beziehung zum Ich verändert, könnte er eine grosse Chance sein.

 

Nicht unsere Begrenztheit ist unser Glück.

 

                                               *

Geist und Nichtgeist

 

Im Traum, aber halbwach vernahm ich einmal:

 

„Alles fällt auseinander.

Geist wird zu Geist.

Körper wird zu Körper.

                       So ist die Ordnung.

 

Es braucht nichts dazwischen.

Es gibt auch keine Lehren mehr dazwischen.“

 

Eine tief-friedliche Ordnung war vorhanden. Ich erkannte, dass sich das  Leben von selbst hinausträgt. Probleme entstehen deswegen nicht. Die Vermischung von Körper und Geist ist nicht dauernd. Daher:

 

„Geist wird zu Geist. Körper zu Körper.“

 

Wenn auch diese Trennung ganz von selbst erfolgen würde, so war in jenem Traum auch die Aussage enthalten, dass es gut ist, wenn der Mensch gelernt hat, sich auf die Seite des Geistes zu stellen.

 

Wir stellen uns auf die Seite von uns, die nicht in die irdischen Verhältnisse hinein gemischt worden ist, sondern dabei stets eine Existenz hatte unabhängig davon.

 

Die Welt, in der ich hier lebe, ist wahrscheinlich viel irrealer als die geistige Welt.

 

Trotzdem ist jeder Mensch entsetzt, wenn er daran denkt, dass seine Zeit endet und er sterben muss.

 

Nur die Erhebung ins Wesentliche kann erlösen von der Angst.

 

Was „Herz“ genannt wird, kann zum Himmel steigen.

Geist wird zu Geist.

Körper wird zu Verwesung.

 

Ein Zitat von Rumi

 

„Wir, angehäuft wie die Ernte,
Korn und Stroh vermengt:
eilt herbei und trennt die Spreu vom Weizen,
denn es weht der Wind der Seele,
damit Trauer sich zur Trauer finde,
Freude sich mit Freude paare,
damit Lehm sich mit Lehm verbinde
und das Herz zum Himmel steige.“

(Rumi: hg.Cyrus Atabay, Die Sonne von Täbriz , Verlag Eremitenpresse,, 1988, S.8)

 

 

Gerhard Tersteegen :

 

Müder Geist, nun kehr zur Ruh

Und vergiss der Bilder alle;

Schliess die Augen sachte zu;

Was nicht Gott ist, dir entfalle:

Schweig dem Herrn, halt ihm still

Dass er wirke, was er will.

                                     

 

 

 

Autor:

Thomas Dunn auf www.dunn.ch