Autor : Thomas
Dunn
DER TOD
was ist er ?
was
ändert er ?
Die
folgenden Notizen enthalten Erkenntnisse, Einfälle, Mutmassungen. Der Leser
kann vielleicht etwas Brauchbares finden.
Ebenfalls als Anregung empfehle ich Lotte
Ingrischs „Reiseführer ins Jenseits“, den ich auf meiner homepage
publiziere. Frau Ingrisch betrachtet das
gesamte Universum als einen lebendigen Organismus. Das ist ein schöner Gedanke.
Ich bin aber nicht mit allen ihren Auffassungen
einverstanden.
Leben
Was ist es, das wir Leben nennen und die
Millionen von
Zellen des Körpers gleichzeitig zu jenem
Verhalten bringt,
welches einen „lebenden Körper" ausmacht ?
Mit dem Eintreten des Todes ist schlagartig jede Zelle des Körpers tot.
Zellen spezialisieren sich und bilden
Körperteile dadurch,
dass ein Teil ihrer Erbprogramme inaktiv
werden. Wer oder was befiehlt, was inaktiv wird und was aktiv wird?
*
Sterben
Wenn der Gedanke hereinbricht, dass das eigene Sterben
mal Gewissheit sein wird.... wird man nachdenklich. Der Vater ist gegangen, die
Mutter ist gegangen.
Ich selbst merke, dass ich älter werde. Da ist Zeit
verstrichen. Bei der regelmässigen Zahnkontrolle ist jedes Mal ein Jahr um, und
immer kommt es mir vor, als wäre nichts dazwischen gewesen.....
Der Tod bedroht mich nicht direkt. Aber viele Jahre
sind verstrichen, ab und zu erinnere ich mich an ein Ereignis von früher; ich
war damals da und da , so und so alt und fühlte mich so oder so dabei. Szenen
aus dem eigenen Leben.
Die letzten 10 Jahre sind zu allem noch vergangen,
ohne dass sie mir überhaupt viel Eindruck gemacht haben.
So ist es, wenn man älter wird.
Und so geht es wohl noch weiter, aber nicht mehr so
lang. Und dann werde ich sterben. Das ist so. Ob das dann als ein Ereignis
wahrnehmen werde?
Fühlt man sich sterben?
*
Wo gehen wir hin?
Ganz plötzlich ist mir diese Frage eingefallen,
als ich gegen das Auto zu ging.
Die Absurdität eines Gehens von Hier nach Da.
Der Gedanke, dass es mit dem Tod ganz und gar
aus und zu Ende ist, erscheint mir als widernatürlich. Diese Auffassung kann
man sich schon zu eigen machen, aber das zu glauben braucht eine Anstrengung.
Von Natur aus -- d.h. von selbst -- vermutet
man, dass es weiter geht.
Die Möglichkeit, dass der Tod der Beginn eines
neuen Lebens, also des Lebens nach dem Tod, ist, ist gegeben.
Man kann es nicht einfach ausschliessen, nicht
einfach durch einen intellektuellen Willensakt festlegen. Intellektuell
fundierte Glaubensakte verlieren ihre Kraft und ihren Einfluss, wenn das
Sterben näher kommt.
Sie verschwinden. Wer sich entschlossen hat,
Materialist zu sein, wird davon abkommen.
Es werden Dinge (Dinge?) wichtig sein, die auf
einer anderen Ebene existieren und nun mehr und mehr zur Wirklichkeit werden.
Es wird keine intellektuelle Abwehr mehr geben.
*
Der Gedanke, dass man auch nach dem Tod handeln
kann, gilt als phantastisch. —
Aber es könnte so sein, dass man handeln MUSS!
Wer sagt, dass wir nach dem Tod nichts wählen
können?
Darauf sind wir nicht vorbereitet.
Wenn zum Beispiel die Liebe uns leiten würde,
dann wäre es eine Führung durch ein „Ja“. Aber zu diesem „Ja“ müssen wir wohl
selbst auch ja sagen. Und entsprechend könnte es auch immer um ein „Nein“ zu
Anderem gehen.
*
...das Sterben ist für alle Menschen ein
intimer Augenblick. Sterben findet vermutlich ganz innen statt, tiefer als
Träumen und tiefer als Schlaf.
kaum anzunehmen, dass man dann von dieser Welt
noch etwas festhalten kann ... es wird sich in ein Fliessen verwandeln,
möglicherweise. Es fliessen die Dinge weg, die Erinnerungen ebenso, aber es
sind jetzt vielleicht die Ursachen der
Dinge, deren Keime und Wurzeln, gegenwärtig.
Hat man Augen im Jenseits?
Es wird gesagt, dass nach dem Tod alle Sinne um
ein Mehrfaches schärfer werden. Auf die Dauer kann es nicht sinnvoll sein, die
Welt, die man verlassen hat, viel schärfer wahrzunehmen als zuvor.
Also werden die neuen Sinne „Dort“ vielleicht
neue, seltsame, fremde Dinge sehen.
Wobei vielleicht Dinge keine Dinge sind und Gestalten keine bleibende Gestalt haben. Einige meinen:
Nichts wird vergleichbar sein. Andere sagen: Man fühlt sich fremd und verloren.
Andere berichten: Es gibt Helfer.
Andere: Es ist wunderbar.
TOD,
NACHTOD
Im Tibetanischen Totenbuch wird der Lebenslauf
der verstorbenen Seele geschildert. Es wird da ausgeführt, dass die Seelen
zuerst mit sehr intensiven und hellen Kräften konfrontiert werden und dass
diese das wirkliche Wesen der Seele ausmachen. Doch die Seelen können diese
hellen Kräfte oder Lichter oft nicht annehmen oder nicht ertragen.
Das ist eigentlich sehr ähnlich wie jetzt, da
wir Geistiges instinktiv ablehnen und fürchten. Das Geistige ist übermächtig;
wir bekommen Angst. Vielleicht wäre es gut, wenn wir schon zu Lebzeiten uns
darin üben würden, dass wir mit Licht und/oder geistiger Macht eins sind.
Könnten wir jetzt das Wesentliche finden, dann würde es uns erhalten bleiben.
Eine Seele aber, die das Wesentliche nicht
findet, nicht festhalten kann, kommt vielleicht unter der Einfluss von
bewegenden Kräften -- von Unruhe stiftenden Kräften -- und wären es nur die
eigenen Erinnerungen oder gar Schuldgefühle, die sich dann verbildlichen. Es
ist nicht ausgeschlossen, dass die verstorbene Seele dann leiden wird, voll von
Angst ist und nicht fertig bringt, das Ungute abzuwehren, was vor allem dann
nicht gelingen wird, wenn das Ungute ein Makel ist, an dem man schuld ist.
Es ist nicht auszuschliessen, dass dann das
Leiden schlimmer sein wird als auf der Erde. Denn ich glaube, dass sich eine
Seele ohne Körper weniger gut schützen kann. Der Körper ist ein Schutz. Jetzt
ist unser Schutz vor Alpträumen das Erwachen im Körper. Das Erwachen bricht
einen seelischen Prozess ab. Wenn man
nach dem Tod in einem Alptraum drin ist, könnte ein Erwachen daraus heraus für
längere Zeit nicht mehr gelingen.
Der Körper schützt jetzt vor dem „Eigenleben“
der Seele. Offenbar begünstigt das Wachsein im Körper auch Verdrängungen und
Lügen. Es könnte sein, dass wir im Jenseits nichts verdrängen können. Wenn wir
dort der eigenen Wahrheit ausgesetzt sind, sind wir vielleicht gefangen in
einem Auf- und Abwogen.
Alpträume oder schöne Träume? das ist die Frage.
Gewisse Leute lernen zu Lebzeiten, ihre Träume
positiv -- wie sonst? -- zu lenken. Sie
behaupten, dass man lernen kann, im Traum zu handeln oder zumindest den Traum
anders zu lenken. Es kann sein, dass so
eine Technik gut sein kann für das Leben nach dem Tod.
Wichtiger dürfte aber sein, in einen neuen
Bereich eintreten zu können. Es kann nicht nur darum gehen, schlechte Träume in
gute Träume zu verwandeln. Man muss weiter kommen. Da kann nur Aufrichtigkeit und das Herz
führen. In unsicheren Gefilden führt nichts ausser das Herz.
*
Dass man -- wenn man ohne Gewalt stirbt --
zuletzt müde, alt und schwach, gleichsam „ohne etwas“ daliegt.... und also in
Schwäche stirbt, ist anzunehmen.
Die Momente, Tage, Wochen vor dem Tod, wie kann
man sie bezeichnen? Geht der Zustand langsam über in Dämmerschlaf, in
Halbschlaf, in Ohnmacht?
Ich nehme an, dass der Tod -- nachdem er
wirklich eingetreten ist --diese Art von Schwäche und Bewusstseinstrübung
beseitigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen, die etwas Lichtes
kennengelernt haben, dieses nach ihrem Tod nicht wieder bei sich haben.
Das Menschsein hat mit Kraft zu tun. Und
ausserdem ist der Mensch im innersten Wesen immer Licht (oder Geist oder wie
man es nennen will). Das darf man nicht vergessen. Das relativiert nicht den
Tod als Ende des Körpers; es lässt den Tod aber auch als die Möglichkeit
erscheinen, dass sich eine KRAFT aus einem schwach gewordenen Körper löst.
Das Leben im eigenen Körper ist die
Lebensperiode dieser KRAFT gewesen, welche seit der Geburt bestanden hat.
Dass das innerste Wesen in uns eine KRAFT ist,
lässt sich jedenfalls nicht abstreiten. Und zwar ist es eine „jenseitige“
Kraft. (Menschen, die diese Energie in sich nie gefunden haben, leiden unter
einer Wahrnehmungsstörung. Sie achten vielleicht auf das Falsche oder halten
sich für „nichts“, für aus dem Nichts gekommen, und daher auch in ein Nichts
weiter gehend.)
*
An diesem Punkt kann ich einige der
Spekulationen und vielleicht auch Klischees weitergeben, die im Umlauf sind.
Beim Tod zieht die „Seele“ sich und ihre
Energie aus dem Körper zurück. Ist die Bindung zum Körper zerrissen, hebt die
Seele ab, atmet auf, erinnert sich an alte Fähigkeiten.
Bald nach dem Tod ist es so, dass die Seele ihr
Interesse an einer Wirkung an diesem Ort und zu dieser Zeit verliert.
Oder:
dass sie diesen Ort und diese Zeit verlassen muss, weil sie nur ein
bestimmtes Quantum an Ausdruckskraft für diese Zeitspanne erhalten hat. Weil
die Zeit vergeht, ändern sich die wirkenden Kräfte.
Wenn ich also die „Seele“ bin, dann habe ich
mich gewissermassen in meine Lebenszeit hinein „gebeamt“. Ich habe mich in
diesen Körper hinein projiziert. Es kann sein, dass damit auch eine Wahl des
Schicksals verbunden war. (Wahl macht
Schicksal/ nach Szondi). Einleuchtender
ist das Gegenteil: Ein Mensch -- bevor er geboren wird -- wählt nicht blind die Situation, die er später
antrifft. Er wählt ein Schicksal, nicht umgekehrt. Aber durch die Geburt im
Körper verliert der Mensch die Erinnerung an das, was vorher gewesen ist. Er
verliert den Überblick.(Das Geburtstrauma ist demgemäss umfassend: Es macht
blind. Es macht, dass ein Bewohner des Himmels vergisst, wo er herkommt.)
Eine Seele wählt ihr Leben, bevor sie geboren
ist. Freiwillig? Das weiss ich nicht. Vielleicht muss sie so wählen. Und warum
wird eine Seele zu einem Menschen? Gemäss dieser Theorie müsste man vermuten,
dass es in der „Seele“ eine Sucht oder einen Trieb gibt, um ein BESTIMMTES
Leben in einem Körper durch zu machen.
Und warum hat die Seele Triebe?
Ich nehme an, dass das ganze Weltall voll von
Trieben ist. Genügt das als Erklärung? Eine Seele hat nicht einen Trieb, sie
IST ein Trieb.
Wenn man Menschen betrachtet, wird man nie
etwas Anderes als das feststellen.
Trieb oder was sonst?
Ich vermute, dass „Seele“ die Kraft ist, etwas
zu bewirken.
Alle Menschen , die auf die Welt kommen, haben
die Kraft, etwas zu bewirken. Und
wahrscheinlich kommen sie deswegen auf die Erde.
Das geht dann so weiter bis zum Ende des Lebens
auf der Erde. Die Seele, die eine bestimmte Wirkungskraft hatte, verliert dann
diese Kraft möglicherweise nicht sofort. Aber nach dem Ende des Lebens auf der
Erde ist die Zeit und die Möglichkeit für ein Wirken in der gleichen
(individuell einmaligen) Art vorüber.
Das, was Seele gewesen ist, verwandelt sich,
zieht sich früher oder später in etwas Anderes und Grösseres zurück, tritt in
Kontakt mit Grösserem und Weiterem. Das ,was sie gewesen ist und hat bewirken
müssen, muss nicht ausgelöscht sein, doch es ist nicht mehr aktuell. Es wird
sich etwas Neues hervorbilden.
Beispielsweise könnte sich in Zusammenwirken
mit der „alten“ Seele eine „neue“ vielleicht ähnliche Seele hervorbilden mit
einer eigenen Kraft, die sich (vielleicht) erneut realisieren möchte auf der
Erde im Körper eines Menschen.
Genau wissen wir es natürlich nicht.
Wir sind hier beim Thema „Wiedergeburt“.
Mir scheint es logisch zu sein, dass bei einer
Wiedergeburt immer etwas Neues entstehen muss. Dass dasselbe noch einmal
entsteht, ist nicht einleuchtend. Aber dass etwas vom Gewesenen weiterlebt und
in einer veränderten Weise vielleicht auch in einem Neugeborenen wieder
erscheint, könnte ja sein.
Gewisse Forscher nehmen an, dass es neben
unserem Universum noch weitere „parallele“ Universen gibt. Der Gedanke ist auf
jeden Fall erheiternd. Aber was soll’s? Was hier gilt, gilt wahrscheinlich auch
dort.
*
Viel wichtiger als das Wirken der Seele, deren
Rückzug nach dem Leben und deren Entwicklung nach dem Tod ist DAS, WAS die
Seele belebt, oder DAS, WAS eine Seele wie einen Mantel um sich trägt.
Es ist ein KERN, es kann Bewusstsein genannt
werden. Die Seelen, die die Menschen haben, sind verschieden, der KERN aber
scheint in allen auf. Und zwar immer gleich. Ich habe nie verschiedene gesehen.
Das, was gemeint ist, ruht in sich, leuchtet aus sich selbst.
Daraus heraus entsteht das Ich, das Selbst, die
Identität, die Person oder wie man das alles nennen mag.
*
Daraus heraus entsteht aber auch das begrenzte
Ichfühlen. Es gibt Leute, die das Fühlen, das sie von sich selbst haben, auch
nach dem Tod haben möchten, unverändert. Sie wünschen sich ein Fortleben nach
dem Tod mit dem gleichen Gefühl von „Ich“, mit Kontinuität. Im Christentum wird
sogar noch vom gleichen Körper gesprochen.
Allerdings ist das Bewusstsein, das man hat,
schon jetzt kein „eigenes“. Man kann es nicht besitzen. Bewusstsein sieht sich
selbst nicht. Bewusstein weiss nichts von sich selbst. Es gibt im Bewusstsein
keine Teilung. Es gibt streng genommen auch nie Objekte für das Bewusstsein.
Wie sollte ein Mensch, der „bewusst“ ist, sein
Bewusstsein festhalten?
Es ist widersinnig. Man IST Bewusstsein. Daher
kann man es nicht einfangen. Man kann Licht auch nicht einfangen und in eine
Konservendose sperren. Insofern scheint mir der Wunsch nach einem Kontinuum des
Ichgefühls teils in Erfüllung zu gehen, teils weit übertroffen zu werden.
Übrigens sollte man das Wort „Bewusstsein“
überwinden. Das Wort leitet in die Irre. Mit der Erhaltung des eigenen
Bewusstseins klammern wir uns an eine Repetition, als ob wir immer das Gleiche
sein müssten nach dem Tod, und als ob wir in ein Nichts stürzen müssten, wenn
uns nicht die immer-gleiche Wiederholung gelingt.
Das Selbst-Sein -- in kosmischem Sinn – ist
ein„Etwas-Sein“. Ich denke, dass nach dem Tod dasselbe Selbst-Sein sein wird,
wie es jetzt ist. Der KERN ist da, und das ist etwas Waches und Lichtes. Wenn
es nach dem Tod damit weiter geht und sich das individuelle Selbstgefühl auch
ein wenig -- oder sehr – ändert, ist es
doch gut, nicht wahr?
Ich jedenfalls hoffe, dass die Fixierung auf
mein (begrenztes) eigenes Bewusstsein nach meinem Tod schwächer wird und eine
Veränderung stattfindet.
*
Angeregt durch das Buch von Lotte Ingrisch: Ratte
& Bärenfräulein (Die Jenseitsreise des Gottfried v. Einem), fragte ich mich
einmal
"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"
Wie möchte ich wirken? Was würde ich gern entstehen
lassen, wenn ich tot bin?
Man stellt sich diese Fragen kaum jemals. Es gehört
nicht zu unserer Kultur. Wer macht sich über die Umgebung nach dem Tod seine
Gedanken? In unserer Kultur ist man darauf aus, derselbe zu bleiben, wenn
möglich, nach dem Tod. Das Christentum gaukelt den Leuten ein Fortleben als DERSELBE
vor.
Wenn man Berichte von Spiritisten liest, erschreckt
einen zuweilen die furchtbare Banalität und Belanglosigkeit, innerhalb welcher
sich offenbar die Verstorbenen befinden. Was sie im Jenseits tun und lassen und
wie sie denken, ist zuweilen noch dümmer und leerer als jemals zuvor.
Es erscheint einem dann so, als ob ein Fortleben nach
dem Tod nichts mit Sinn und geistiger Substanz zu tun hätte. Weder Licht noch
Kraft ist da, keine bessere „Qualität“.
Andere Quellen, nämlich nicht spiritistische, sondern
spirituelle, richten die Hoffnung darauf, dass der Tod des irdischen Körpers
auch ein Schritt hin zu Erleuchtung, ein Schritt hin zu Erlösung, ein Schritt
hin zu Verwesentlichung sein wird.
"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"
Antwort:
Ich kann es nicht sagen. Die grössten Güter, die wir
im Leben kennen gelernt haben, haben mit Glück und Licht zu tun. Wichtig ist,
wie man das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheidet und sich mit dem
Wesentlichen verbindet und das Unwesentliche sein lässt.
"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"
Ich hoffe, dass mit dem Schwinden des engeren Bewusstseins
ein grösseres weiteres Bewusstsein entsteht. Alles soll Sinn haben. Alles soll mit Liebe zu tun haben.
(Liebe ist die kosmische Grundsubstanz.) Alles soll in
einem Meer von Sinn und von Liebe stattfinden.
Gibt es Progression? Gibt es im Jenseits Ziele,
Aufgaben? Gibt es Notwendigkeiten?
Etwas bricht herein, es kommt und hilft.
Ideal wäre es, wenn der Tod von der Selbstbezogenheit
erlösen würde. Aber was heisst das? Ideal wäre, wenn der Tod endgültig erlösen
würde von der Gefangenschaft, welche eine beengende Selbstbezogenheit ausmacht.
Doch genau so muss es nicht sein. Es kann auch sein,
dass es eine Selbstbezogenheit gibt, die nicht eng ist. Die als eng empfundene Selbstbezogenheit des
jetzigen Lebens kann eingehen in eine neue Selbstbezogenheit, in der die
ehemalige Selbstbezogenheit sich auflöst.
Oder sich zu einem sinnvollen Ganzen einformt.
Ein vollkommenes Auswischen aller persönlichen
Eigenschaften entspricht nicht der Natur des SELBST (Gott). Alles, was gewesen
ist, bleibt erhalten. Umso mehr ist zu hoffen, dass die „alte“ Form sich in
eine neue , umfassendere umformt.
Und so wird es sein.
So, wie es jetzt „eigentlich“ schon ist. Nach dem Tod wird man derselbe
sein und gleichzeitig entdecken, dass man mehr ist als der bisherige Mensch:
weiter, umfassender.
"Wie möchte ich sein, wenn ich tot bin?"
Ich möchte das finden, was ich in meinen Meditationen
gefunden habe. Ich möchte in ungestörterer Weise das sein, was ich als
innersten Kern erkannt habe.
*
Der Tod ist nicht die Niederlage eines
Menschen.
Man muss den Tod nicht als etwas Schäbiges
auffassen.
Was wir Leben nennen, ist die Verbindung von
LEBEN zur Erde.
Wenn der Körper stirbt, ist die Verbindung zur Erde zuende.
Das Leben kommt von irgendwo her, dauert in
einem Körper einige Jahre. Das Leben wird durch den Körper geäussert wie durch
einen Transformator.
Wenn der Tod erfolgt ist, ist der Transformator
plötzlich nicht mehr vorhanden. Für die
Überlebenden war der Mensch grad noch da,
da war grad vorher noch die Stimme, das Gehör,
eine Präsenz,
kurz nachher nicht mehr.
*
Wenn man auf das „Irdische“ schaut, ist klar, dass
sich alles früher oder später restlos und erinnerungslos aufgelöst haben wird.
Die Erde wird sich so verändern, dass nicht einmal
mehr Dinosaurierknochen gefunden werden können. Und es wird wohl auch die Erde
einmal nicht mehr geben. Aber das kann uns alles vollkommen gleichgültig
sein.
Aber : Wo sind
dann wir, wir Klugen?
Wo ist das Kluge? die Klugheit? wohin ist sie?
*
Es gibt Verstorbene, die überpersönlich werden
und für uns ein geistiges Prinzip (wie Liebe) vermitteln.
So gibt es ehemalige Menschen, die wir nur
durch Liebe finden. Wir können sie treffen, nicht indem wir sie als Personen
lieben, sondern indem wir in denselben Bereich von Liebe eintreten.
Liebe ist ein feinstofflicher Raum.
Wenn wir in die Liebe gehen nach dem Tod,
bedeutet es, dass wir -- statt uns einzukapseln -- offen sind. Wir sind offen
und lassen alle zu uns kommen. Wir haben
offene Arme für alle, die zu uns passen, und lassen sie ein.
Sind wir nach dem Tod Liebende, haben wir einen
guten Ort gefunden.
*
Man spürt den Tod nicht.
Man spürt körperliches Unwohlsein.
Ich nehme an, dass das körperliche Unwohlsein
(z.B. infolge Krankheit) nicht bis zum Tod anhält, auch wenn die Krankheit zum
Tod führt.
Ich vermute, dass der Schwäche wegen das
körperliche Unwohlbefinden am Ende nicht mehr wahrgenommen wird. Oder
vielleicht gibt es gar kein Unwohlbefinden.
Ich vermute, dass ein nicht-gewaltsamer Tod dem
Einschlafen gleicht.
(Aber da müsste man einen Arzt fragen)
*
in 100000 Jahren wird ein anderer Mensch Mensch
sein.
In 2 Mio. Jahren wird gar ein ganz anderes
Wesen anstelle des Menschen sein. Für
die werden wir sein wie die Dinosaurier jetzt für uns.
*
Sehnsucht und Verlangen
das
ist Leben.
Und das ist es, was uns hierher gebracht hat.
Das wird auch über den Tod hinaus wirken!
Erfüllung dagegen ist Innigkeit, eine Innigkeit
in Wunschlosigkeit.
Da ruht etwas in sich selbst.
*
Bei Eintreten des Todes, bei Unfällen, bei
Operationen (Narkose) und auch bei Folter kann sich das Bewusstsein vom Körper
lösen. Es entsteht u.U. ein Sehen ohne
die Augen, usw.
Das Sehen käme also durch den Feinkörper
zustande. Und das Bewusstsein wäre vom Feinkörper getragen.
Bewusstsein ist eventuell immer im Feinkörper.
Oder ist es gar = der Feinkörper: identisch damit?
*
Mystische Erlebnisse kommen oft zustande, wenn
unsere unbewusste Gegenwehr erlahmt ist. Uebermüdung, Hunger, Rhythmus. Die
'Gegenwehr' erlahmt aber täglich auch, wenn wir einschlafen. Auch bei
Krankheit. Sodann geht die Gegenwehr weg, wenn wir aufgeben, uns geschlagen
geben, uns selbst aufgeben, etwa infolge Enttäuschung, Enthoffnung. Das sind die Momente, in denen sich Türen
öffnen.
*
Wo lebt der Mensch...... im Blut .... in den Nerven
.... in den Gedanken?
Schichtenaufbau der Welt / Verschiedene Sphären
Die meisten Menschen reduzieren die
Wirklichkeit auf eine einzige Ebene, nämlich die menschengerechte Realität,
welche teils mit den Sinnen wahrgenommen wird, teils aber aus den Deutungen der
anderen Leute (auch der Wissenschaft) besteht. Real ist das, was man allgemein
so denkt und in Form von Sprache „zurechtgemacht“ hat. Und ausserdem glauben die Menschen dann an
eine sozusagen automatische lineare Entwicklung dieser „zurechtgemachten“ Welt
aus sich selbst heraus.
Ich vermute, dass die Welt viel komplizierter
ist. Es gibt nicht nur die Realität, die wir in unserem Bewusstsein und unserer
Sprache zurechtgemacht haben. Es gibt verschiedene Sphären, verschiedene
geistige Schichten, wobei nur die geistige geistig ist, die anderen Schichten
dagegen vermischt.
Früher unterschied man Himmel – Erde –Unterwelt.
In unseren Zeiten könnte man es anders sagen und von einer geistigen Welt
sprechen, welche auf die materielle Welt einwirkt, wobei es möglicherweise auch
noch eine Sphäre gibt, die noch weniger von Geist geprägt ist als unsere
menschliche.
Wir sind jetzt als Menschen in einem
„Aggregatszustand,“ in dem wir die physische Welt so sehen, wie wir sie sehen.
Und daher haben wir die Welt so vor uns, wie wir sie gewohnt sind.
Das will nicht heissen, dass die physische Welt
in absolutem und objektivem Sinn so ist, wie wir sie erkennen. Wir können ein grossen Teil von dem, was uns
umgibt, nicht wahrnehmen, schon physikalisch nicht. Ausserdem kann gut sein, dass Dinge existieren,
die mit der Physik unserer Welt nur wenig oder gar nichts zu tun haben und doch
wahr sind.
So gehen beispielsweise Strahlen durch unseren
Körper hindurch, und wir merken davon nichts. Und es soll so etwas wie
„Antimaterie“ geben. von der merken wir
auch nichts.
Was in materieller, also physikalischer
Hinsicht absolut wahr und eindeutig ist, wissen wir bereits nicht. Aber die
Welt, die wir erfassen können und in der wir leben, deuten wir als die
"einzige Realität". Diese Welt ist unsere Dimension. Diese Dimension
ist eine vermischte Sicht aus Stoff und Geist. In der menschlichen Realität
sind mindestens 2 Schichten vermischt, die geistige und die stoffliche.
Es gibt nirgends NUR Stoff, da auch in der
stofflichen Welt Geist anwesend ist. „Über“ der materiellen Welt ist das, was
man GEIST nennt. Aber auch mitten drin. Es ist eine Frage des Erkennens, ob ein
Mensch die geistige Sphäre bemerkt und der geistigen Schicht eine eigene
Dimension zugesteht. Das wäre es, was uns dann nach dem Tod näher steht.
Was immer das sein mag: eine Kraft? ein Wille?
ein Sinn? ....: Es ist etwas da. Dass Geist in der Materie als Teil der
Materie wirkt, erkennen wir noch schnell einmal. Aber viel weniger wissen wir
über das Sein des Geistes in sich selbst, also über die geistige Sphäre als
solche.
Wir müssen annehmen, dass es GEIST bereits vor
der Entstehung der Materie gegeben hat. Ausserdem "macht" GEIST als
wirkende Kraft das, was unsere Realität
(unsere Welt) ist.
GEIST kann auch in subtileren Welten wirksam
sein, bzw. auch subtilere Sphären erschaffen.
Das ist das, was uns wegen der Todesproblematik
interessiert. Geist erschafft geistige Sphären. Geist erschafft den Himmel.
Wenn es im Schichtenaufbau der Welt Geist über der sichtbaren Welt gibt, so
gibt es auch feinere, subtilere, immaterielle Welten jenseits unserer atomaren
Welt.
In den Religionen sowie den spiritistischen
Kreisen wird es nicht bezweifelt, dass es das gibt. Gemäss diesen Aussagen gibt
es „immaterielle“ Welten mit Wesen, die
einen subtilen Körper haben. Der subtile Körper hat andere Eigenschaften und
kann andere sinnliche Wahrnehmungen machen. Es wird behauptet, dass solche
subtile Körper sehr viel grössere Fähigkeiten zu einer Wahrnehmung haben als
wir: mehr sehen, mehr wissen als wir.
Es wird allgemein (von denjenigen, die es
überhaupt in Erwägung ziehen) angenommen, dass es bei dieser subtileren Welt,
um eine REALITÄT handelt, die auch jetzt existiert, also bereits jetzt zur Zeit
unseres Lebens in der hiesigen Realität als Mensch. Aber die Bewohner jener
anderen Welt SIND Geister, sie sind nicht die Kraft namens GEIST, sondern
individuell geformte Wesen ohne menschlichen Körper.
Ob es nach dem Tod unseres Körpers zu einem
Übertritt in jene Welt kommt?
Es interessiert uns, ob uns erlaubt ist, nach
dem Tod, in einem subtilen Körper weiter zu leben.
Der Tod des physischen Körpers bewirkt auf
jeden Fall, dass wir nicht mehr eine Beziehung zu dem Ort und der Zeit haben,
welche in unserem Leben jetzt aktuell ist.
Kommt der Tod, werden wir auf jeden Fall
verwandelt.
Zu was werden wir verwandelt? Wohin gehen wir? Bleibt
uns ein subtiler Körper erhalten?
Diese Wahrscheinlichkeit ist gegeben.
In der jetzigen Lebenszeit auf der Erde haben
wir bereits Teil an dem. Schon jetzt ist ein wenig von der feineren Substanz in
uns. Diese feineren Kräfte wirken stets auf unseren "gröberen" Körper
ein (auf die Seele sowieso).
Wir können von einer Einheit der feineren und
gröberen Kräfte in unserem Leben und unserer Persönlichkeit ausgehen. Feiner
und höher ist die moralische Instanz in uns, oder das Licht in uns, die
geistige Person in uns, während am anderen Ende die Triebe , die Taten, die Verdauung
(der Welt) stehen.
In der Antike schon sprach man von einem
Zwilling im Himmel, von einem Doppelgänger oder einer zweiten Seele. SYZYGOS. Anerkennt man dieses Doppel, so ist Dieser
Tel unserer Persönlichkeit nicht mit dem Tod des Körpers zusammenhängend. So
könnte es sein, dass wir nach dem bürgerlichen Tod in die moralische und
geistige Seite unserer Persönlichkeit hinüberwechseln, welche unser "Zwilling"
ist (unsere geistige Seite).
Nach dem Tod (des Körpers) wären wir demnach
identisch mit der EIGENEN geistigen und moralischen Natur. Und geistige und
moralische Einflüsse wären unsere neue Lebenssphäre. (Ob das "der"
Himmel ist? eher wohl noch nicht ganz…)
Ich denke, wir können vermuten:
Nach dem Tod befinden wir uns an einem anderen
Standpunkt. Frühere Bindungen verblassen. Andere Einflüsse werden nach und nach
wichtiger. Wir nehmen jetzt Einflüsse wahr, die wir vorher nicht gekannt haben.
Es gibt möglicherweise auch jetzt Notwendigkeiten, Aufgaben.
Ich glaube nicht, dass in der neuen „Welt“
rigide Gesetze gelten. Wenn moralische Gesetze bestimmend sind, dann sind sie
subtiler als physikalische Gesetze. Die
moralischen Gesetze sind Sinngesetze, Lichtgesetze. Und der Umgang mit diesen
Gesetzen wird eher mit Lernen und Verstehen zu tun haben, nicht mit Strafen. Es
wird darum gehen zu lernen und sich Schlüssel zu erwerben. Wer versteht, wird
dazu gehören, wer nicht versteht, nicht.
Schichten, Sphären und
Weltentstehung
Wir wissen nicht, wie die Welt entstanden ist
und auch nicht, warum. Der freie Schöpfergeist verwirklicht sich Schicht um
Schicht gewissermassen in immer starrere und dunklere Realitäten hinein. So
sieht es aus. Aber warum? Alles aus moralischen Gründen?
Das irdische Leben wird zuweilen als „zwischen
Himmel und Hölle“ gesehen. Denn es gibt
verschiedene Qualitäten im Leben der Menschen. Dass es Gutes und Lichtes gibt,
ist klar. Es gibt auch Dunkles und Böses. Und das ist alles in Bewegung. Das gehört zu den Tatsachen unserer Umwelt.
Das hat mit der Frage nach einem Leben nach dem
Tod nichts zu tun.
Das Schwanken der Kräfte bei uns, welches auch
ein Schwanken unseres Horizonts, bzw. unserer seelischen Weite, unseres
Glaubens ist und auch zu wechselnden Zuständen von Zuversicht und Entmutigung,
Erkenntnis und Stumpfheit führen. Das gehört zu den selbstverständlichen
Gegebenheiten in einem Menschenleben. Ein
Beweis für die Existenz einer höheren Sphäre – zu der wir gehören – ist dabei
nur in der Tatsache zu finden, dass wir sehen können, verstehen können, und ein
tief verborgenes Wissen haben.
Die Wirkung der
geistigen Sphäre in der Menschenwelt
Die höhere Natur , zu der wir gehören, und die
nach unserem Tod eine Rolle spielt, ist in mancher Hinsicht unsagbar,
unerfassbar und lebt in unserem Unbewussten. Und doch gibt es deutliche
Hinweise.
Das Wirken von unten nach oben:
A. Menschen haben auf der ganzen Welt immer
nach Höherem Ausschau gehalten. Menschen spürten immer und überall, dass da
noch etwas Höheres ist.
Pascal :
"Du würdest
mich nicht suchen, wenn du mich nicht schon
gefunden
hättest."(bei Heiler S.37)
Was aus dem Drang, etwas Höheres zu finden,
entstanden ist, nämlich verschiedene Arten von Religionen, das muss uns im
Moment nicht bekümmern.
B.
-- der
Glaube an Gott und an göttliche Mächte ist bei jedem Menschen vorhanden
-- der Glaube an eine Erlösung beinhaltet das
unbewusste Wissen davon dass es einen erlösten Zustand gibt.
C.
-- die Anrufung und das Erscheinen von Geistern
*
Mehr von oben nach unten wirkt der
"Geist" bei:
D.
-- Inspiration und Intuition
-- Inhalten von gewissen Träumen
-- grossartigen Erkenntnisse in Wissenschaft
und Werke der Kunst
-- Erfolgen der Geistheilung
-- Erfolgen bei schamanistischen Praktiken
-- Schutzengelgeschichten (Rettung , Belehrung).
Der Schutzengel könnte die Verkörperung des "Zwillings" sein.
- -Erscheinen und Wirken von Verstorbenen
Zum Schluss zum Thema
Tod und "Leben nachher" noch einzelne Einfälle und Leitgedanken
Ein Ich zu haben, ist wie ein Funke vom
Höchsten. Ein enges Ich zu haben, ist
der Fehler, den man hat und an dem man kleben bleibt.
Wenn der Tod die eigene Beziehung zum Ich
verändert, könnte er eine grosse Chance sein.
Nicht unsere Begrenztheit ist unser Glück.
*
Im Traum, aber halbwach vernahm ich einmal:
„Alles fällt auseinander.
Geist wird zu Geist.
Körper wird zu Körper.
So
ist die Ordnung.
Es braucht nichts dazwischen.
Es gibt auch keine Lehren mehr dazwischen.“
Eine tief-friedliche Ordnung war vorhanden. Ich
erkannte, dass sich das Leben von selbst
hinausträgt. Probleme entstehen deswegen nicht. Die Vermischung von Körper und
Geist ist nicht dauernd. Daher:
„Geist wird zu Geist. Körper zu Körper.“
Wenn auch diese Trennung ganz von selbst erfolgen
würde, so war in jenem Traum auch die Aussage enthalten, dass es gut ist, wenn
der Mensch gelernt hat, sich auf die Seite des Geistes zu stellen.
Wir
stellen uns auf die Seite von uns, die nicht in die irdischen Verhältnisse
hinein gemischt worden ist, sondern dabei stets eine Existenz hatte unabhängig
davon.
Die Welt, in der ich hier lebe, ist wahrscheinlich viel irrealer als die geistige Welt.
Trotzdem ist jeder Mensch entsetzt, wenn er daran
denkt, dass seine Zeit endet und er sterben muss.
Nur die Erhebung ins Wesentliche kann erlösen
von der Angst.
Was
„Herz“ genannt wird, kann zum Himmel steigen.
Geist wird zu Geist.
Körper wird zu Verwesung.
„Wir, angehäuft
wie die Ernte,
Korn und
Stroh vermengt:
eilt
herbei und trennt die Spreu vom Weizen,
denn es
weht der Wind der Seele,
damit
Trauer sich zur Trauer finde,
Freude
sich mit Freude paare,
damit
Lehm sich mit Lehm verbinde
und das
Herz zum Himmel steige.“
(Rumi:
hg.Cyrus Atabay, Die Sonne von Täbriz , Verlag Eremitenpresse,, 1988, S.8)
Gerhard Tersteegen
:
Müder Geist, nun
kehr zur Ruh
Und vergiss der
Bilder alle;
Schliess die Augen
sachte zu;
Was nicht Gott
ist, dir entfalle:
Schweig dem Herrn,
halt ihm still
Dass er wirke, was
er will.
Autor:
Thomas Dunn auf www.dunn.ch