Autor:  Thomas Dunn

 

                    

Das Reich Gottes

 

Der Ausdruck „Reich Gottes“ kommt in den Evangelien vor.

 

Die Interpretation ist nicht ganz einfach, denn der Begriff ist unklar.

Das „Reich Gottes“ wird teils als Postulat hingestellt, teils als Gegebenheit in sich selbst, die von den Menschen aber erst noch realisiert werden muss.

 

Teils wird etwas Äusserliches darin gesehen, teils die innere Läuterung des Menschen und zwar so: Nach der Läuterung des Menschen beginnt für diesen Menschen das Reich Gottes.

 

Reich Gottes meint aber auch Herrschaft Gottes und Herrschaft des Geistes Gottes.

 

So gesehen wird klar: Das Reich Gottes ist die Gottesunmittelbarkeit des Menschen, bzw. das Leben dieses Menschen im Geist Gottes.

 

Nachdem wir wissen, dass Gott auf dieser Welt überall ist von A bis O (Anfang bis Ende), ist Gott im Prinzip also gar nicht abwesend und stets gegenwärtig.

 

Das Reich Gottes muss also nur aufgedeckt werden. Damit das Reich (die Herrschaft) Gottes zustande kommt, muss der Mensch diese Gegenwart erkennen. Er muss sie ausserhalb seiner selbst erkennen und muss sie innerlich erkennen.

 

Es geht nicht um Fremdherrschaft dabei.

Es geht für den Menschen um Vereinigung mit dem eigenen Wesen.