Wovon fühle
ich mich selbst belehrt und geprägt?
Sehr
eingeleuchtet hat mir die Advaita-Lehre der
Upanischaden.
Es gibt auch
andere asiatische Quellen. Asien beginnt am Mittelmeer und endet vor dem Pazifik
auf der anderen Seite der Erde. Auch die frühe Zen-Lehre, die in China vor etwa
800 Jahren geblüht hat, hat mir oft gefallen. Da gab es noch eine spirituelle
Dichtkunst.
Im
spirituellen Bereich befindet man sich inmitten eines fliessenden
Bereichs. Wichtig sind momentane Erkenntnisse. Man erfasst etwas, doch es hat
wohl Wert, aber keine Konturen. Ein Wort mag etwas einfangen, aber Wörter oder
auch eine Kombination von Wörtern sind nur Hinweise. Aus Wörtern kann man etwas
wie ein Symbol oder Gleichnis machen. Sätze aus Wörtern sind Gleichnisse, auch
wenn sie direkt sein wollen.
Der absolute
Geist regt sich im Menschen bereits über Tausende von Jahren hinweg. Die
literarischen Quellen meinen wohl immer dasselbe. Und es entstanden in den
verschiedenen Völkern zu den verschiedenen Epochen mehr oder minder gute
Schriften und mündliche Überlieferungen. Heute, 2000 Jahre nach Jesus, geht die
Inspiration weiter. Was Geist ist oder Gott, regt sich im Menschen.
Wenn wir
horchen und Fragen stellen, empfangen wir es
(das Absolute). Es ist immer neu.
Heute, wo
alles gleich zu einem neuen Sektierertum strebt oder sonst einen hirnlosen
"-ismus" hervorbildet,
möchte ich auf die Möglichkeit des freien Gebrauchs der Sinne und der
Empfindung hinweisen.
Was meine Lehrer anbelangt, so sind diese stets verstorben gewesen.
Inder, Perser, Chinesen, Japaner aus der Zeit der Antike und des Mittelalters bilden die Mehrzahl.
Eine
Übersicht findet man unter "Benützte Literatur".
Da
das Christentum uns in einer pervertierten Form begegnet, kann es sein, dass
man nicht mehr in den Evangelien lesen mag.
Das Gottesbild stört sehr. Davon abgesehen, findet man in den Evangelien
eine grossartige Haltung. An den guten Stellen ist
die Gottesunmittelbarkeit fast greibar. Der Gott ist
an diesen Stellen eine offene universelle Grösse und
nicht ein Götze mit abstossenden Eigenschaften.
Früh wurde
ich beeindruckt von der Tatsache, dass es Yoga gibt und dass man etwas
"machen" kann in geistig-seelischer Hinsicht.
Dass ein Mensch bei sich selbst EINGREIFEN kann -- etwa durch
Meditationsübung oder Yoga -- gehört zu den bedeutenden
Vermächtnissen der indischen Kultur.
Namentlich
erwähnen möchte ich von meinen Lehrern (es gab nur literarische):
Ramana Maharischi
oder Maharshi,
Tschuang-Tse, bzw. Dschuang
Dsi, Meister Eckehart, bzw. Eckhard,
Eckhart, dann Rumi, Patanjali,
Le Saux, bzw. Abhishiktananda,
Linji, Huangpo, das ,was
man Jesus v.N. zuschreibt
usw.
Zu Dank
verpflichtet bin ich Bettina Bäumer, der
Herausgeberin und Übersetzerin von Werken aus dem Sanskrit.
Gern weise
ich auch hin auf die Schrift von C.G.Jung (dt. 1939):
„Psychologie und Religion“
*
(Das Folgende ist eine alte Zusammenstellung etwa von 1996)
Über Bücher
Ich habe früher mal eine Einführung in die einschlägige Literatur machen wollen. Es kann sein, dass ich dieses aufwändige Projekt später in Angriff nehme.
Im Moment kann ich nur Folgendes anbieten:
ILiteratur, die mit dem Buch "Die Wahrheit, die das Ganze ist" zusammen hängt.
Bäumer,
Bettina, Upanishaden. Die Befreiung zum Sein.
Benziger 1986
Buddho,(=buddha) Die Reden Gotamo Buddhos, übers. K.E. Neumann
Artemis 1956
Dschuang Dsi . Das wahre Buch vom südlichen Blütenland
Diederichs 1979
Eckehart,
Meister. Deutsche Predigten und Traktate (Josef Quint)
Hanser 1969, 3.Aufl.
Eliade,Mircea. Schamanismus
und archaische Ekstasetechnik
Suhrkamp 1982, 3. Aufl.
Eliade,Mircea. Yoga. Suhrkamp 1985
Hillebrandt, A. Upanishaden. Die Geheimlehre der Inder
Diederichs 1984 (Neudruck)
Huang-po. Der Geist des Zen. O.W.Barth 1983
James, William. Die Vielfalt religiöser Erfahrung. Walter 1979
Le Saux, Henri. Das Geheimnis des heiligen Berges (Arunachala)
Herder 1989
Le Saux, Henri. (Abhishiktananda)
Der Weg zum anderen Ufer.
Diederichs 1980
Linji, Meister. Begegnungen und Reden. Ammann 1986
Pascal, Blaise. Pensées. Lambert Schneider 1972
Patanjali. Die Wurzeln des Yoga. O.W.Barth 1976
Ramana Maharshi. Die Suche nach dem Selbst (Suche). Ansata 1984
Ramana Maharshi. Gespräche des Weisen vom Arunachala
(Gespräche).
Ansata 1979
Ohne Worte - ohne Schweigen. 101 Zen-Geschichten. O.W.Barth 1977
Rumi, Dschelaladdin. Aus dem Diwan. Reclam 1964
Schimmel, Annemarie. Mystische Dimensionen des Islam. Diederichs 1989
Schimmel, Annemarie. Gärten der Erkenntnis. Diederichs 1982
Schwarz,
Ernst (Hg.) So sprach der Weise (Chinesisches
Gedankengut).
Rütten & Loening 1986
Wolff, Otto. Sri Aurobindo. Rowohlt
Dies ist, wie angedeutet, eine spezielle Auswahl.
II
Jetzt noch kurz einige Bemerkungen zu anderer Literatur. Etwas zurück geblieben ist mir von:
Meister Eckhart, Rumi, chinesischer Zen, Upanischaden, Yoga und die 4 Evangelien (inkl. Franz von Assisi).
Das sind 6 Eckpfeiler.
Mit Magie, Schamanismus, Spiritismus und anderer Parapsychologie habe ich weniger zu tun gehabt. Die sogenannte "richtige" Psychologie habe ich nebenbei ein wenig mitbekommen.
Lesen soll bereits ein spirituelles Praktizieren sein.
Umgekehrt kann ich mir keine gute und ungefährdete Spiritualität denken, die nicht durch klassische spirituelle Literatur geschult und genährt ist. Die 4 Evangelien zähle ich dazu.
Ich gehöre zu den Leuten, die nichts von einem (lebenden) Guru halten. Ich bin absolut gegen Gruppenerlebnisse.
Ich denke, dass ein Mensch von innen her empfängt, sobald er ein Lernender ist.
Ausser den oben erwähnten Büchern haben mich noch beeindruckt -- je zu einer bestimmten Zeit --: Idries Shahs Buch über die Sufis, Mechthild von Magdeburg, Ramakrischna, Laotse, chassidische Geschichten wie die von Buber und Langer, indianische Mythologie.
Sicher kann ich die Liste dann noch verlängern.
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