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Rosenwerke und andere Blüten

Preise auf Anfrage

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Rosenteppich 

A4

Rosenteppich 

A4

Rosenkugeln "Lungenkorse" und "Bahngleis"

7cm

Ateliersituation "Schräger Blick"

Rosenkugel "Regenkonsul"

11cm

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Ateliersituation (Passionsfrüchte, Rosenkugeln, Miniatureinhorn)

Rosenkugel "Senkung Lore"

7cm

Kette "Maniam", gebunden mit Ros(s)haar

Kugelfeld, Ausschnitt aus Ketten

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Frauenhaar-
mooskapseln, Graubünden (2000)

Kornblumenblüten, unverlesen (Sommer 1997)

Kornblumenblüten, verlesen (Sommer 1997)

Kornblumen-
blütenkugel

12cm

Fotos © Balz Kloeti

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Gedanken zu den Arbeiten aus Rosenblättern

Die Rose ist äusserst symbolträchtiges Material. Die Rose symbolisiert die Liebe. Anfänglich habe ich nach den Gedichten von Rumi die Rose als Miniatur gemalt, oft zusammen mit der Nachtigall. Ein Symbol der Sehnsucht: Die Nachtigall getrennt von ihrer Rose.

Nach der Geburt meiner Tochter Fatima, habe ich angefangen  mit einem ganz feinen Pinsel direkt auf Rosenblätter zu malen oder "Wörter, die mir geblieben sind" (nach der Lektüre von Mechthild v. Magdeburg) direkt auf Rosenblätter zu übertragen.

Nach dem Wachskleid mit verbrannten Schmetterlingen, suchte ich nach einem neuen Werkmaterial und wollte nach dem Totenhemd ein Hochzeitskleid herstellen. Dazu stellte ich aus getrockneten Rosenblättern Stoff her, dessen textile Wirkung aber ausblieb. Aus diesen gewachsten Rosenoberflächen schnitt ich mit dem Seziermesser Schmetterlinge aus, mit dem Gedanken ans Hochzeitkleid und im Sinne AUS DER ASCHE AUFSTEIGEN. Da der Arbeitsprozess sich bei mir oft plötzlich verselbstständigt, formte ich spielerisch kleine Rosenobjekte aus den gewachsten Rosenblätterflächen. In diesem Stadium vertaue ich meistens dem Prozess und hoffe auf eine natürliche Kontinuität meiner Entwicklung. Es muss dann so sein. DAS GEWICHT DER ROSEN entzückte mich. Das ich jetzt in den Händen hielt. Ebenso hatte ich das Gefühl , das gelebte Leben der Menschen, die mir diese Rosenblätter zur Verfügung gestellt hatten, zu verarbeiten. Das Ergebnis wurde für mich eine Art Lebensbestätigung, eine Garantie für gelebte Zeit. 

Immer wieder versuchte ich erfolglos eine mich zufriedenstellende textile Struktur herzustellen. Ich begann die Rosenflächen zu rollen und daraus Scheiben zu schneiden. Diese strich ich mit dem heissen Spachtel wieder platt . Daraus entstanden wenig gelungene ROSENBILDER. Gelungen waren sie für mich nur, wenn ein wiederkehrender Rhythmus fürs Auge gut ersichtlich sich einstellte. Eine klare Struktur. In DAS GEHEIMNIS DER ROSE einzudringen, bedeutete , noch feiner mit dem Gewebe werden. Wieder rollte ich die Querschnittsbilder und schnitt sie zum 2. Mal. Wieder rollte ich das Geschnittene mit dem heissen Spachtel platt. Geprüft wurde unter der Lupe. Diesmal konnte ich die aus kleinsten Rosenblätterstücken bestehenden Strukturen stehen lassen. Die Rhythmisierung des ähnlichen Motivs , die Wiederholung evozierte für mich eine Wirkung des Ekstatischen und Rauschhaften, allerdings mit dem blossen Auge nicht ersichtbar.

Eine weitere nicht dokumentierte Arbeit sind 32 Kugeln, die ich aus solchen Rosenblätterstücken gedreht habe, und die unter der Lupe zur Geltung kommen. Ich nenne sie DUNGKUGELN IM MONDENSCHEIN. ICH BIN HIER DIE PILLENDREHERIN, dem Duft der Rose zumindest auf der Spur.

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Die Arbeit mit Anagrammen

Um meine Arbeiten nach versteckten Bedeutungen abzusuchen, was einen freieren Zugang zum Unterbewusstsein ermöglicht, arbeite ich gerne mit Anagrammen.
Die grösste Anagrammdichterin war UNICA ZÜRN ( 1916-1970)

Was ist ein Anagramm?

Wenn man aus allen Buchstaben eines Wortes oder Satzes ein neues Wort  oder einen neuen Satz bilden kann.

Beispiele: Rosenkugeln> Kegeln nur so
                 Rosenblaetter> Nabeltroester

Das ergibt interessante Wortkreationen für meine Rosenkugeln, wie z.B

LENKUNG EROS, REGLOS UNKEN , GRUENS ONKEL, URENKELN SOG, KOENNERS LUG, LOESUNG KERN, SENKUNG LORE, REGENKONSUL, GOENNERS ULK, LUNGENKORSE.

So kriegt mit ihrem Namen jede Kugel ihre Seele und setzt beim Betrachter Assoziationen frei.

Beispiele für Rosenblaetter

ALBERN ROSETTE, BARONET ELSTER, LOTSE NARRBEET, ROTBART SEELEN, SENATOR ERLEBT

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Von der Rosenernte - oder wie ich zu meinen Rosenblüten komme

Wenn übers Jahr die Rosen wieder blühen, halte ich Ausschau nach Möglichkeiten zum Rosensammeln. Der Rosenblick liegt auf der Lauer. Da die Erntezeit relativ kurz ist, muss ich versuchen, in dieser Zeitspanne einen möglichst grossen Vorrat anzulegen. In Gärten oder auch an versteckten Orten wie z.B. am Bahngleis erspäht er die begehrten Blüten, die für meine feinen Arbeiten nicht klein genug sein können. Je kleiner das Blatt , desto interessanter das Muster auf der Rosenkugel oder auf dem Rosenteppich. Auch in der Stadt oder auf Reisen entdecke ich immer wieder solche Schätze. Da eine Rosenkugel vom Kern bis zur Oberfläche ausschliesslich aus Rosenblüten und Bienenwachs besteht, kann ich gar nicht genug Rosenblüten besitzen. Eine Rosenkugel von 6cm Durchmesser verschluckt viele hundert Rosenblüten. Nur, wie gelange ich in ihren Besitz? 

In der Zwischenzeit wissen meine Bekannten, dass ich Rosenblüten sammle. Es kommt vor, dass in meinem Milchkasten ein mit Rosenblüten gefüllter Plastiksack liegt, ohne Absender. Gerne nehme ich auch verblühte Geburtstagsrosen entgegen.
Der Rosenverkäufer auf dem Samstagsmarkt in Zollikon füllte mir auf Bestellung einen Einkaufssack voller Rosenblüten. Der Abwart von der Überbauung, in der ich bis 2004 wohnte, hat mir auch schon einen Karton voller Rosenblüten vor die Türe gelegt. 

Im Laufe der Zeit habe ich auch ein paar feste Adressen gesammelt, an die ich mich jedes Jahr wenden darf. Nicht alle sind bereit, blühende Rosen abzuschneiden, Nachdem ich die Erlaubnis zum Schneiden erhalten habe, gehe ich sofort nach der Ernte ins Atelier und zupfe die noch frischen Blüten.
Erlaubt es das Wetter, mache ich diese Arbeit im Freien, damit sich in den Rosen versteckte Insekten retten können. Die Blüten lege ich zum Trocknen auf ein Seidenpapier. Herkunftsort und das Datum der Blütenlese werden notiert. Sind die Blüten trocken, werden sie in ein Glas abgefüllt. So stehen da die Gläser mit den Namen: Ritterröslein, Frickröslein, Maniamröslein, Felberröslein, Hungerröslein, Bahngleisröslein, Chenröslein, Stoiberröslein, Sternwarteröslein, etc. 

Bestimmte Rosensorten blühen dreimal im Jahr , also bis in den Spätherbst hinein. Die meisten aber zweimal. Im Herbst ist das Blütenblatt robuster und nimmt beim Trocknen eine dunklere Färbung an als die zarten Frühlings-/Sommerblüten. Besonders begehrt sind die alten, wetterfesten Blüten, die sich beim Trocknen fast nie bräunlich verfärben. Die Formen der Blütenblätter variieren auf wunderbare Weise. Einige sind rundlich, andere lanzettenförmig, oft mit scharfen weissen Strichen in der Mitte des Blattes gezeichnet. Interessant sind auch immer die verschiedenen "Monde", die sich am Boden des ausgezupften Blattes zeigen.

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Last updated 23/03/05, Myriam Dunn